Dieser Beitrag sollte eigentlich noch vor Silvester online gehen, doch wie wir alle wissen, richtet sich das Leben nicht immer nach unseren Plänen. Die letzten Wochen des Jahres 2016 waren herausfordernd, aber auch wegweisend. Am Silvesterabend gegen 18 Uhr bekamen wir den Schock unseres Lebens. Unser Hund Mike hatte einen heftigen epileptischen Anfall. Wenn man noch keine Erfahrung damit gemacht hat, dann fühlt es sich an, als würde man den lieb gewonnen Weggefährten für immer verabschieden müssen.

French Bulldog Polaroid Serie

Ich hatte diesen Post schon vorbereitet und er fing voller Elan für das neue Jahr an, aber damit würde ich die Erlebnisse der letzten Tage überspielen. Außerdem hatte Yoga für mich nach diesem Ereignis eine völlig andere Bedeutung bekommen.

Im Leben gibt es neben Sonnenschein auch ab und zu Regen, und manchmal sogar Gewitter, das uns in unserem tiefsten Inneren erschüttert. Genau dann ist es sehr wichtig, etwas im Leben zu haben, das uns durch schwere Zeiten führen kann. Für mich war es, neben meiner lieben Familie, Yoga. Versteht mich nicht falsch, ich habe geweint, war enttäuscht und wütend, weil mein geliebter Hund, der eigentlich sonst vollkommen gesund war, plötzlich krank geworden ist. Im Yoga lernt man jedoch, dass es ok ist solche Gefühle zu haben. Man lernt aber auch daran zu wachsen. Wir können Tatsachen nicht ändern. Was wir  jedoch sehrwohl beeinflussen können, ist unser Erleben und Handeln.

Die Mischung aus Bewegung und Achtsamkeit macht mich körperlich, aber auch geistig vitaler. Yoga begleitet mich nun seit ungefähr fünf Jahren, doch in den letzten Wochen hat es etwas in mir bewegt und es ist ein sehr wichtiger Teil meines Lebens geworden. In einer schwierigen Zeit, fand ich dadurch noch immer einen Grund mich zu freuen und das stärkte nicht nur meinen Partner und mich, sondern auch unseren kranken Hund.

all you need is love … and yoga

Wenn wir Yoga und Meditation eine Chance geben und täglich zumindest ein paar Minuten praktizieren, dann haben wir alles um den Alltag zu meistern. Wir gehen glücklicher und stärker durchs Leben. Ich besitze jetzt nicht viel mehr als vorher und ich muss mich sogar mit dem Problem auseinandersetzen, wann der richtige Zeitpunkt ist meinen Hund zu erlösen und doch bin ich dankbarer und zufriedener. So habe ich mir in den letzten Jahren einen Zugang zum Yoga geschaffen. Im Jänner 2017 habe ich verinnerlicht was Yoga für mich bedeutet und nun beginnt meine Reise.

In der Yoga Journey Serie teile ich meine Erfahrungen im Bezug auf Yoga und Meditation. Im nächsten Beitrag gibt es praktische Tools und Tipps, die dabei helfen mit Yoga anzufangen.

 

Nachtrag: Wir haben Mike am 21. Jänner 2017 gegen 16:30 verabschiedet. Nun widme ich ihm das Kapitel Feeling Good, denn Mike war meine größte Inspiration. Wir werden sein Leben feiern, indem wir unsere Leben feiern. Rest in peace my friend.